«Nachhaltigkeitsinitiative»
Offizieller Titel: Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»
Die Initiative will die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz vor 2050 auf unter 10 Millionen Menschen begrenzen. Bei Überschreiten bestimmter Grenzen müssen Massnahmen ergriffen und Abkommen gekündigt werden.
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Resultat: Abgelehnt
Provisorisches Resultat45.2 % Ja
- Stände: 10 dafür, 13 dagegen
- Stimmbeteiligung 58.9 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
12 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- Appenzell Innerrhoden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 65.9%, Beteiligung 65%
- SchwyzJa-Mehrheit, Ja-Anteil 63.2%, Beteiligung 68%
- UriJa-Mehrheit, Ja-Anteil 59.9%, Beteiligung 63%
- GlarusJa-Mehrheit, Ja-Anteil 58.6%, Beteiligung 58%
- Obwalden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 58.5%, Beteiligung 68%
- Nidwalden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 58.1%, Beteiligung 66%
- ThurgauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 55.3%, Beteiligung 60%
- St. GallenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 53.8%, Beteiligung 60%
- Appenzell Ausserrhoden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 53.2%, Beteiligung 64%
- AargauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 51.0%, Beteiligung 60%
- SolothurnJa-Mehrheit, Ja-Anteil 50.7%, Beteiligung 59%
- TessinJa-Mehrheit, Ja-Anteil 50.7%, Beteiligung 50%
- SchaffhausenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 49.2%, Beteiligung 74%
- LuzernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 49.0%, Beteiligung 64%
- GraubündenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 48.5%, Beteiligung 59%
- ZugNein-Mehrheit, Ja-Anteil 47.6%, Beteiligung 68%
- WallisNein-Mehrheit, Ja-Anteil 47.2%, Beteiligung 57%
- FreiburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.1%, Beteiligung 57%
- BernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 44.6%, Beteiligung 60%
- Basel-Landschaft ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 44.1%, Beteiligung 59%
- JuraNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.1%, Beteiligung 51%
- ZürichNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.0%, Beteiligung 61%
- WaadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 35.5%, Beteiligung 54%
- GenfNein-Mehrheit, Ja-Anteil 34.6%, Beteiligung 52%
- NeuenburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 32.7%, Beteiligung 50%
- Basel-Stadt ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 26.5%, Beteiligung 62%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
½ Halbkanton: zählt beim Ständemehr halb.
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz46.9 % Ja
- Romandie39.0 % Ja
- Tessin50.7 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Ein Ja bedeutet: Die Bundesverfassung schreibt vor, dass die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 10 Millionen Menschen nicht überschreiten darf. Bei Überschreiten der Grenzen müssen Massnahmen ergriffen und Abkommen gekündigt werden, später auch das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Ein Nein bedeutet: Die Bundesverfassung wird nicht geändert. Die Initiative tritt nicht in Kraft.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Volksinitiative
- Für eine Annahme nötig
- Volks- und Ständemehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Nein
Worum geht es genau?
Ende 2025 leben gut 9,1 Millionen Menschen dauerhaft in der Schweiz. Seit 2002, als die Personenfreizügigkeit mit der EU eingeführt wurde, ist die Bevölkerung um rund 1,7 Millionen gewachsen, laut Bundesrat hauptsächlich wegen Zuwanderung. Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» will in die Bundesverfassung schreiben, dass die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 nicht über 10 Millionen Menschen wachsen darf. Überschreitet sie 9,5 Millionen, müssen Bundesrat und Parlament Massnahmen ergreifen, insbesondere beim Asyl und beim Familiennachzug. Überschreitet sie 10 Millionen, müssen Abkommen gekündigt werden, die zum Bevölkerungswachstum beitragen. Liegt die Bevölkerung zwei Jahre danach noch darüber, ist auch das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU zu kündigen. Die Kündigung kann entfallen, wenn Schutzklauseln die Einhaltung der Grenze erreichen. Laut Bundesrat fallen dann auch die übrigen Verträge der Bilateralen I weg (Abkommen mit der EU, etwa zu Handel und Verkehr). Eine Volksinitiative braucht die Mehrheit der Stimmenden und die Mehrheit der Kantone.
Was ist umstritten?
Das Initiativkomitee hält die Zuwanderung heute für massiv zu hoch. Sie führe zu Wohnungsnot, höheren Mieten und zubetonierter Landschaft. Zudem nennt das Komitee Stau, überfüllte Züge, ein überlastetes Gesundheitswesen und sinkende Bildungsqualität. Nach seiner Ansicht beschränkt die Initiative die Zuwanderung auf ein vernünftiges Mass, denn rund 40 000 Personen pro Jahr könnten weiterhin einwandern. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein. Sie argumentieren, die Initiative schade der Wirtschaft, weil Unternehmen, Spitäler und Pflegeheime nur noch eingeschränkt Arbeitskräfte in der EU anwerben könnten. Eine Kündigung der Personenfreizügigkeit gefährdet ihrer Ansicht nach den bilateralen Weg mit der EU sowie die Zusammenarbeit bei Schengen und Dublin, was die innere Sicherheit erschwere und im Asylbereich Mehrkosten von hunderten Millionen Franken pro Jahr bringe. Zudem sehen sie die humanitäre Tradition gefährdet, falls Abkommen zum Schutz der Menschenrechte neu verhandelt oder gekündigt werden müssten, und verweisen auf eigene Massnahmen wie den Bau günstiger Wohnungen.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
SVP Schweizerische Volkspartei
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
Empfehlen Nein
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GPS Grüne Schweiz
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
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Quellen
Offizielle Ressourcen
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.