Gesetz über die Individualbesteuerung
Offizieller Titel: Bundesgesetz über die Individualbesteuerung
Verheiratete sollen wie Unverheiratete einzeln besteuert werden: Jede Person versteuert ihr eigenes Einkommen und Vermögen, für alle gilt derselbe Tarif.
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Resultat: Angenommen
Provisorisches Resultat54.3 % Ja
- Stimmbeteiligung 55.7 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
11 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- WaadtJa-Mehrheit, Ja-Anteil 68.6%, Beteiligung 56%
- GenfJa-Mehrheit, Ja-Anteil 67.8%, Beteiligung 49%
- NeuenburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 67.4%, Beteiligung 49%
- Basel-StadtJa-Mehrheit, Ja-Anteil 66.9%, Beteiligung 57%
- ZürichJa-Mehrheit, Ja-Anteil 59.9%, Beteiligung 58%
- FreiburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 56.8%, Beteiligung 56%
- BernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 54.2%, Beteiligung 55%
- JuraJa-Mehrheit, Ja-Anteil 54.2%, Beteiligung 47%
- SolothurnJa-Mehrheit, Ja-Anteil 53.6%, Beteiligung 53%
- Basel-LandschaftJa-Mehrheit, Ja-Anteil 52.4%, Beteiligung 54%
- LuzernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 52.3%, Beteiligung 57%
- AargauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 49.1%, Beteiligung 55%
- WallisNein-Mehrheit, Ja-Anteil 48.4%, Beteiligung 52%
- GraubündenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 47.8%, Beteiligung 55%
- TessinNein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.6%, Beteiligung 58%
- SchaffhausenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.0%, Beteiligung 72%
- GlarusNein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.9%, Beteiligung 52%
- ZugNein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.6%, Beteiligung 61%
- St. GallenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 43.4%, Beteiligung 55%
- Appenzell AusserrhodenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 43.1%, Beteiligung 59%
- NidwaldenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 42.4%, Beteiligung 62%
- ThurgauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 39.3%, Beteiligung 55%
- ObwaldenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 37.9%, Beteiligung 62%
- SchwyzNein-Mehrheit, Ja-Anteil 36.6%, Beteiligung 61%
- UriNein-Mehrheit, Ja-Anteil 36.4%, Beteiligung 52%
- Appenzell InnerrhodenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 32.2%, Beteiligung 53%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz52.0 % Ja
- Romandie62.5 % Ja
- Tessin46.6 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Das Gesetz tritt spätestens 2032 in Kraft. Verheiratete werden dann wie Unverheiratete einzeln besteuert, mit eigener Steuererklärung und demselben Tarif. Der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer steigt auf 12 000 Franken, und die Kantone müssen die Individualbesteuerung ebenfalls einführen.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Das Gesetz tritt nicht in Kraft. Verheiratete Paare werden weiterhin gemeinsam besteuert, Unverheiratete einzeln. Das Komitee der Steuergerechtigkeits-Initiative entscheidet dann, ob seine Initiative zur Abstimmung kommt.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Fakultatives Referendum
- Für eine Annahme nötig
- Volksmehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Ja
Worum geht es genau?
Heute werden Ehepaare gemeinsam besteuert, Unverheiratete einzeln. Es gelten zudem unterschiedliche Steuertarife. Deshalb zahlen Ehepaare und unverheiratete Paare in gleichen wirtschaftlichen Verhältnissen unterschiedlich viel Steuern. Zahlen Verheiratete mehr, spricht man von Heiratsstrafe, zahlen sie weniger, vom Heiratsbonus. Das Parlament hat 2025 das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung beschlossen. Es ist ein indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung (Steuergerechtigkeits-Initiative)». Mit dem Gesetz versteuert jede Person ihr eigenes Einkommen und Vermögen, auch wenn sie verheiratet ist, und für alle gilt derselbe Steuertarif. Jede Person reicht eine eigene Steuererklärung ein. Der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer steigt von 6800 auf 12 000 Franken. Auch die Kantone müssen die Individualbesteuerung einführen. Die Einnahmen aus der direkten Bundessteuer sinken laut Schätzung um 630 Millionen Franken pro Jahr. Gegen das Gesetz wurde das Referendum ergriffen, unter anderem von zehn Kantonen. Deshalb stimmt das Volk darüber ab. Das Gesetz tritt nur in Kraft, wenn die Mehrheit der Stimmenden zustimmt.
Was ist umstritten?
Bundesrat und Parlament empfehlen ein Ja, weil das Gesetz laut ihnen die Heiratsstrafe und zugleich den Heiratsbonus abschafft. Sie halten fest, dass immer mehr Paare ohne Trauschein zusammenleben und bei Ehepaaren meist beide arbeiten, weshalb die steuerliche Ungleichbehandlung nach ihrer Ansicht nicht mehr den Lebensverhältnissen entspreche. Laut ihnen zahlt eine grosse Mehrheit der Steuerpflichtigen künftig weniger oder gleich viel direkte Bundessteuer, darunter viele Rentner-Ehepaare. Sie sagen, das Gesetz baue Hürden für die Erwerbstätigkeit von Zweitverdienenden ab und stärke damit die finanzielle Unabhängigkeit von Frau und Mann. Die Referendumskomitees, darunter zehn Kantone, empfehlen ein Nein. Sie halten den Systemwechsel für unnötig, weil mehrere Kantone die Heiratsstrafe auf einfacherem Weg korrigiert hätten. Laut ihnen führt das Gesetz zu neuen Ungleichheiten: Ehepaare mit nur einem Einkommen würden stärker belastet, während gutverdienende Doppelverdienerpaare profitierten. Sie rechnen mit rund 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen und hohen Mehrkosten für Kantone und Gemeinden. Sie warnen ausserdem, der Zugang zu Leistungen wie Prämienverbilligungen oder Stipendien müsste überall neu geregelt werden.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
FDP FDP.Die Liberalen
GPS Grüne Schweiz
GLP Grünliberale Partei Schweiz
Empfehlen Nein
SVP Schweizerische Volkspartei
Mitte Die Mitte
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
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Offizielle Ressourcen
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.